GYNÄKOLOGISCHE ABTEILUNG


Prinzipiell gilt, daß ROCEPHIN in der Schwangerschaft, obwohl in den entsprechenden präklinischen Untersuchungen weder mutagene noch teratogene Eigenschaften festgestellt wurden, besonders in den ersten drei Monaten nur bei strengster Indikation angewendet werden soll.

Da Ceftriaxon in niedrigen Konzentrationen in der Muttermilch ausgeschieden wird, ist während der Anwendung von Ceftriaxon die Muttermilch zu verwerfen.

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CERVICITIS

Erreger: Infektionen der Zervix werden hauptsächlich durch Chlamydien, Gonokokken und Herpes - simplex - Viren verursacht, was zu schweren Komplikationen führen kann.

Therapie: Bei Nachweis einer Gonokokken - Infektion (selten), meist mit Chlamydien kombiniert, bei Notwendigkeit einer parenteralen Therapie:

1 g ROCEPHIN single dose + Doxycyclin oral für 14 Tage

Alternative Zithromax: Dosierung 1 g single dose.

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SALPINGITIS

bzw. Adnexitis, Endometritis, Parametritis, Pelveoperitonitis.

Erreger: Chlamydia trachomatis, Gonokokken, anaerobe Bakterien.

Therapie: Da ein Erregernachweis sehr schwierig ist, wird fast immer ungezielt behandelt. Eine sehr häufig empfohlene Kombination ist Cefoxitin + Doxycyclin oral für 14 Tage, wobei Cefoxitin 4 x täglich zu 2 g verabreicht werden sollte. Das bedeutet eine hohe Dosisbelastung.

Eine Alternative dazu stellt eine Kombinationstherapie mit

2 g ROCEPHIN 1 x tgl. (bis 48 Stunden nach Besserung)

+ Metronidazol + Doxycyclin oral f. 14 Tage

dar, wobei Metronidazol ebenfalls nur 1 x täglich verabreicht werden muß.

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INFIZIERTER ABORT

Erreger: Meist handelt es sich dabei um eine aerob - anaerobe Mischinfektion aus Bacteroides fragilis, Enterobakterien, Streptokokken, Enterokokken.

Therapie: Bei schweren Verläufen, bei Uterusperforation und bei Anzeichen einer Peritonitis ist eine geeignete Antibiotika - Kombination, die die meisten Erreger abdeckt, unerläßlich.

2 g ROCEPHIN 1 x tgl. + Breitspektrumpenicillin

+ Metronidazol

Bei Nachweis von Chlamydien + Doxycylin oral für 14 Tage

Die Therapie ist zumindest 6 - 8 Tage nach Abfieberung weiterzuführen.

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PUERPERALFIEBER

Erreger: meist dieselben Keime wie beim infizierten Abort. Zusätzlich können Keime wie ß-hämolysierende Streptokokken oder Clostridien als Erreger in Frage kommen (besonders gefährlich).

Therapie: Bei Verdacht auf eine Puerperalsepsis ist eine Antibiotika-Kombination angebracht, die ein breites Keimspektrum abdeckt.

2g ROCEPHIN 1 x tgl: + Breitspektrumpenicillin  + Metronidazol

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